Donnerstag, 9. Januar 2014

Ragout vom Hochlandrind, dazu selbst gebackenes Knoblauchbrot

6. Jänner - der Tag der Heiligen Drei Könige - der letzte der Weihnachtsfeiertage. Die Weihnachtsdeko wandert wieder auf den Dachboden, die Kinder gehen ab morgen wieder zur Schule...Normalität kehrt ein...GOTT SEI DANK!
Für eine Frau und Mutter sind diese Tage meist mehr hektisch als besinnlich, wenn man dann auch noch im Handel beschäftigt ist und die Einkaufsstärkste Zeit im Jahr durchsteht, wird das Ganze oft zur Belastung.
DiesesWochenende hat dieser wochenlange Druck nun endlich nachgelassen. Die Kekse sind aufgegessen, alle Tannennadeln entfernt und die brauchbaren Geschenkpapierreste fürs nächste Weihnachten sortiert.
Und heute habe ich also ganz in Ruhe und ohne Stress Feiertagsessen gekocht.

Ragout vom Hochlandrind
Ich habe sehr lange kaum Fleisch gegessen...eigentlich bis ich meinen Mann kennenlernte. Für Männer kocht man irgendwie anders, die meisten essen einfach gerne Fleisch, und nachdem mit meinem Sohn dann noch ein zweiter Mann im Haus war, wurde ich bei meinen Kochgewohnheiten flexibler.
Worauf ich allerdings sehr großen Wert lege, ist die Quelle, aus der ich mein Fleisch beziehe.
Ich möchte die Menschen kennen, deren Tiere ich esse, und ich möchte wissen, wie sie bis zu ihrer Schlachtung gelebt haben.
Schweinefleisch beziehe ich seit vielen Jahren von einem benachbarten Bauernhof, unsere Kinder sind zusammen Schule gegangen und waren oft dort am Hof einfach "Tiere streicheln"...ich habe die Bäuerin sogar um eine Katze erleichtert!
Hühner bekomme ich von einer Landwirtin aus dem Nachbarort, und die Hochlandrinder grasen keine 5 Kilometer von uns entfernt....
Ich glaube fest, wenn jeder versuchen würde, Fleisch bewusster einzukaufen, könnte man der grausamen Massentierhaltung schon ein wenig entgegenwirken.



Zutaten für das Ragout:

1 kg Ragoutfleisch vom Hochlandrind ( Es geht natürlich auch normales Rindfleisch, Hochlandrind hat einfach einen noch ausgeprägteren Geschmack)

1 große rote Zwiebel

4 Sardellenfilets

1 Teelöffel in Pinienhonig eingelegte Chilis...die mache ich selbst und die schmecken genial...Rezept folgt, sonst einfach Chiliflocken oder Chilipaste nach Geschmack...Achtung es soll nur würzig werden, nicht scharf!

Erdnussöl zum Anbraten, ca. 4 Eßlöffel

Madeira zum Ablöschen, 1/4 Liter...jaja man soll ihn schon auch schmecken!

Getrockneten Majoran und Thymian, je ein Eßlöffel

ca. 1/2 Liter Rindsuppe

Das Fleisch in Würfel schneiden und auf Küchenpapier legen, es soll möglichst trocken sein. Nicht würzen! Die Zwiebel fein hacken, ebenso die Sardellenfilets.
Das Backrohr auf 150° vorheizen.
Ragout koche ich am liebsten in meinem gußeisernen LE CREUSET Topf!
Den Topf auf große Flamme stellen und sehr heiß werden lassen, das Erdnussöl hineingeben , erst wenn dieses raucht, kommen die Fleischwürfel dazu, erst mal nur die Hälfte, alle wären zuviel.
Scharf anbraten lassen ohne zu rühren, ca. 5- 7 Minuten, dann wenden und weitere 5 Minuten braten, bis die Fleischstücke eine schöne Farbe bekommen haben. Dann die erste Partie mit einem Schöpflöffel in eine Schüssel befördern, etwas Erdnussöl nachgießen, wenn es wieder ganz heiß ist, kommt das restliche Fleisch dazu...ganze Prozedur noch einmal.
Auch diese Partie kommt in die Schüssel dazu, nun die Zwiebel in den Topf geben, etwas Butter dazu, anrösten.

 erst Fleisch anbraten.....                                                                      dann Zwiebel ...













Nach einigen Minuten kommen die Sardellen zu den Zwiebeln, noch kurz durchrühren und nun wird das Ganze mit Madeira abgelöscht.
Das Fleisch darf nun zusammen mit dem herrlichen Bratensaft, der sich abgesetzt hat, wieder in den Topf zurück. Nun erst salzen, pfeffern, den Majoran und Thymian in den Handflächen zerreiben und darüberstreuen.

Ich gieße jetzt soviel Rindsuppe dazu, dass das Fleisch gerade eben bedeckt ist, Deckel drauf und ab ins Backrohr...für 3 Stunden. (bitte dazwischen ab und zu mal nachschauen, ev. noch etwas Flüssigkeit nachgießen, kann auch noch ein bißchen Madeira sein..)
Das Ganze Haus duftet und alle kommen angelaufen und wollen in den Topf schauen...also dann raus aus dem Herd! Herrlich sieht es aus.....wer mag kann nun das Ganze mit etwas Saucenbinder bestreuen um den Saft etwas einzudicken, aber wir haben ihn so Natur am liebsten, Sämigkeit hat er durch die große Zwiebel bekommen.
Ich serviere das Ragout mit Kartoffelpürree...


und - wir lieben es alle -  mit meinem selbstgebackenen Knoblauchbrot. 

 


























für dieses rustikale Brot brauche ich:
 für den Ansatz am Vorabend:

200 ml Wasser
ca. 50 g glattes Mehl
1/3 Hefewürfel
1/2 Teelöffel braunen Zucker

 Hauptteig:
 

500 g glattes Mehl
70 g  Quinoamehl oder Reismehl
70 g Dinkelvollwertmehl ( Ich mahle beides frisch in meiner Getreidemühle, man kann aber diese Mehlsorten auch im Reformhaus kaufen.)
einen guten Teelöffel Salz
noch 1/3 Hefewürfel, in etwas von dem Wasser auflösen
den Ansatz vom Abend
ca. 200 ml Wasser

Am Abend die Zutaten für den Ansatz verrühren, mit Folie abdecken und im Kühlschrank bis zum nächsten Tag gehen lassen. (das sollte dann leichte Bläschen werfen)

Am Backtag bereite ich zuerst die Knoblauchfülle zu:

in einem Gefäß etwa 70 Gramm Butter schmelzen, (mach ich in der Mikrowelle), nun 8 Knoblauchzehen schälen und mit der Knoblauchpresse in das Gefäß mit der Butter drücken.
Leicht salzen und verrühren. Das Gemisch sollte flüssig bleiben, also nicht kühl stellen!
Mit meiner KITCHEN AID Küchenmaschine verknete ich nun die Zutaten für das Brot zu einem elastischen Teig, die Wassermenge kann etwas variieren...das hängt auch vom verwendeten Mehl ab. Der Teig soll gerade nicht mehr kleben, aber auch nicht zu fest werden. (nicht vergessen den Vorteig dazugeben..)
Nun darf das Ganze wieder rasten, mindestens 2 Stunden sollten es sein bei ca. 22 Grad, besser wäre eine längere Rastzeit bei etwas kühlerer Temperatur...vielleicht im Keller..
                                                                                                   
 

 Wenn der Teig dann so schön feinporig auf doppeltes Volumen aufgegangen ist, wird er erneut zusammengeknetet, zuerst mit der Maschine,
dann kommt er auf die Arbeitsfläche und ich arbeite ihn händisch nochmal sanft durch.

Dann forme ich einen Ball und lasse den Teig 10 Minuten ruhen.
Er wird nämlich jetzt zu einem Rechteck ausgerollt, das geht nach einer kurzen Ruhephase erheblich leichter.
Das Rechteck sollte etwa 40/35 cm groß sein und wird nun gleichmäßig mit der Knoblauchfülle bestrichen.
Nun rolle ich den Teig ein wie eine Biscuitroulade
und befördere diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech.
Mit der Schere über die Länge verteilt ein paar Einschnitte machen und nochmal ca. 30 Minuten abgedeckt ruhen lassen. Backrohr auf 200 Grad vorheizen.


Ist das Brot dann schön aufgegangen, schiebe ich es in den Ofen und besprühe es mit Wasser, das geht am besten mit einer dieser Sprühflaschen für Zimmerpflanzen. Ich mache das immer beim Backen von Hefeteig, das gibt den richtigen Dampfstoß, damit das Gebäck zu Beginn der Backzeit schön aufgeht.
Backzeit ist ca. 35 Minuten, man kann im letzten Drittel die Temperatur auf 180 Grad reduzieren.



 Wenn man in der Früh mit der Brotprozedur beginnt, bevor man das Ragout aufstellt, hat es genügend Zeit zum Rasten, und es ist zu Mittag fertig. So ist es noch warm, wenn es zum Essen aufgeschnitten wird...und so soll es sein! Es ist dann auch nicht mehr viel da, was auskühlen könnte!!!!
( Reste sind sonst am nächsten Tag getoastet einfach herrlich..)

Schade dass man Küchendüfte nicht posten kann! 









 



Montag, 6. Januar 2014

Glitzernder Morgen

Hallo mein lieber Blog, ist lange her seit ich dich das letzte Mal mit einem Beitrag versorgt habe!
Die hektische Vorweihnachtszeit, dann drei Wochen krank, ohne jede Lust und Kreativität...
Doch nun - die Ohren sind noch nicht ganz offen und die Nase rinnt noch- geht es wieder aufwärts.
Wieder in die Natur, Winterlandschaft haben wir zwar keine, dafür aber herrlich glitzernden Rauhreif.





Es ist dieses eigenartig blasse, kühle Winterlich, das einen völlig ruhig werden lässt...das Land rastet nach der Ernte, die Äcker sind leer und umgegraben, die Bäume nackt und "durchsichtig", in der Früh ist es hier unglaublich still..solche Momente haben fast etwas überirdisches!



Ein faulendes Blatt ist mit hunderten gefrorener Stacheln überzogen und erreicht so kurz vor seinem Zerfall einen letzten Höhepunkt an Schönheit...



Donnerstag, 14. November 2013

Letzte Rosen!

Die liebste Dekoration sind mir frische Blumen aus dem Garten. Die haben nichts gekünsteltes und nichts arrangiertes, sie sind einfach nur schön!
Heuer haben unsere Rosen 3 mal geblüht...das hat es noch nie gegeben. Und so habe ich Mitte November noch ein paar zum Einfrischen gefunden.


Diese alte Kaffeekanne liebe ich besonders, und durch ihr Motiv ist sie DIE ideale Rosen-Vase.
Ich habe sie von einer Kundin bekommen, welcher ich das Bad geplant habe, sie sammelt Antiquitäten sowie ich auch und hat wohl meinen Blick erhascht...und mir als Dankeschön die Kanne geschenkt. Das war sehr lieb und wird mich immer an sie erinnern.

Den alten Meßbecher habe ich in einem Altwarenladen entdeckt, ich verwende ihn auch noch als 1/4 Liter Maß...aber auch Zweckentfremdet für eine schöne Blüte.

Österreichische "Tortilla Wraps" mit Hühnerbrust gefüllt

Sobald man etwas in einen Wrap füllt, wird es von Kindern und Jugendlichen gerne gegessen...sogar wenn Gemüse dabei ist!
Ich habe diesmal unseren österreichischen Palatschinkenteig etwas abgewandelt, da ich keine fertigen Wraps zuhause hatte, und ...der Versuch hat den Familientest bestanden!
Ich habe für den Teig die Eier von 6 auf 4 reduziert und als Flüssigkeit nicht nur Milch, sondern auch Wasser genommen. Der Teig wird so fester und trockener als Palatschinkenteig.
Durch die Zugabe von Sesam bekommt das ganze noch etwas Pfiff.


Zutaten: Für 6 große "Wraps"

3 Hühnerbrüste ohne Knochen
Für die Marinade: 3 Eßlöffel Teriyaki Sauce, 4 große Eßlöffel mexikanischer Salsa-Dip (gibts eigentlich in jedem Supermarkt),1 Teelöffel Paprikapulver mild, ein bis zwei ganz fein gehackte Knoblauchzehen, 1 gehäufter Eßlöffel Maizena, und ein Eßlöffel Dukkah, das ist eine afrikanische Nußgewürzmischung, die ich immer selbst herstelle, folgender Link bietet dazu eine tolle Anleitung, die man auch nach Geschmack abwandeln kann: http://www.rezeptewiki.org/wiki/Dukkah
In einem Orientalischen Lebensmittelgeschäft sollte es Dukkah aber auch zu kaufen geben.
(man könnte auch einfach geröstete gesalzene Erdnüsse im Blitzhacker zerkleinern und dies als Ersatz nehmen).

3 große Karotten, kleinwürfelig geschnitten
1/2 Kopf Karfiol in kleine Röschen zerteilt

Für die Zwiebelmasse (kommt zur fertig gebratenen Fülle dazu): 2 große Zwiebeln rot oder weiss, in feine Ringe geschnitten,
2 Eßlöffel Butter
2 Eßlöffel Erdnußöl
2 Eßlöffel Muscovadozucker (beziehe ich über amazon, Hersteller: MauiSu, Dark Muscovado Zucker)
ein Schuß Balsamicoessig
100 ml Rotwein
 Salz

"Wrap"-Teig:
200 Gramm glattes Mehl
200 ml Milch
4 Eier
Prise Salz
3 Eßlöffel Sesam
ca. 100 ml Wasser

Zubereitung:

Die Hühnerbrüste waagrecht einmal durchschneiden, sodaß 2 flache Scheiben entstehen. Diese in feine Streifen schneiden und in eine Schüssel geben.
Alle Zutaten für die Marinade mischen und zu den Hühnerstreifen geben, gut durchmischen und zugedeckt zumindest 2 Stunden stehen lassen. (nicht im Kühlschrank!)

Für die Zwiebelmasse Butter und Erdnussöl in einer großen Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin andünsten. Den Zucker darüberstreuen, ca. 10 Minuten karamelisieren lassen, die Zwiebeln sollen schön gebräunt sein, aber Achtung:; nicht anbrennen lassen, immer rühren.
Dann mit einem Schuss Balsamico ablöschen, wenn dieser verkocht ist, den Rotwein dazugießen. Nun einkochen lassen, bis die ganze Flüssigkeit verdampft ist - ca. 10 weitere Minuten, - mit etwas Salz abschmecken, in eine Schüssel umfüllen und beiseite stellen. Die Pfanne nicht reinigen, man verwendet sie gleich für das Fleisch weiter!

Nun den Wrap-Teig zubereiten: Alle Zutaten in eine Mixerschüssel geben und mit dem Handmixer verrühren, sollte er zu fest sein noch etwas Wasser dazugeben. Der Teig sollte etwas weniger flüssig als Palatschinkenteig sein.
Diesen Teig lässt man kurz ruhen, da kann man nun schnell die Karotten und die Karfiolstückchen in wenig Salzwasser bißfest kochen, nur 5 Minuten, sie sollten nicht ganz weich sein.
 Eine Pfanne mit flachem Rand, 28 cm Durchmesser, erhitzen, einen Eßlöffel Erdnussöl hineingeben.
Aus dem Teig nacheinander 6-7 Wraps backen, für jede neue Teigportion wieder Öl in die Pfanne geben. Die Wraps sollen nur leicht golden werden!


Nun ist eigentlich alles soweit vorbereitet, wir brauchen nur noch das Hühnerfleisch braten und dann alle Komponenten der Fülle zusammenfügen.
Das marinierte Fleisch nun salzen!
Die Pfanne vom Zwiebelbraten erneut erhitzen...nicht schrecken, es raucht natürlich, weil ja die Reste vom Zwiebelrösten noch drin kleben! Aber genau das wollte ich haben...
Schön heiß werden lassen, eventuell noch ein wenig Erdnussöl in die Pfanne geben, dann die marinierten Hühnerstreifen hineingeben, schön gleichmäßig am Pfannenboden ausbreiten und dann erst mal einige Minuten nicht rühren!!! Nur so braten sie schön braun an.


So verfahren, bis das Fleisch rundum schön knusprig ist, immer wieder wenden und dann ohne rühren braten lassen.  Hitze nicht zurückdrehen!
Zuletzt kommen nun die Zwiebelmasse und das Gemüse dazu, nur mehr kurz durchmischen und heiß werden lassen - fertig ist die Fülle!
 Je einen Wrap auf einen Teller legen, wer mag kann noch etwas scharfe Chilisauce auf eine Hälfte streichen, etwa einen Schöpfer Fülle auf die eine Hälfte geben und die andere Teighälfte darüberklappen. Nun noch mit etwas Petersilie bestreuen und...vernichten!


    Macht ein bißchen Arbeit, aber schmeckt sooo lecker!                           



 

Donnerstag, 7. November 2013

Kleine Marmelade-Mandeltörtchen mit Schokomürbteig

Ein glücklicher Zufall wollte es, daß mein lieber Mann heuer beruflich mit einer Landwirtin zu tun hatte, die aufgrund ihrer übergroßen Zwetschgenernte verzweifelte. Nun, uns tat die Frau wirklich leid, und so haben wir ihr geholfen und eine Kiste voll mitgenommen....
Es waren diese herrlichen kleinen Hauszwetschgen, in keiner Form veredelt und überzüchtet, und so süß und saftig, wie es nur diese alte Sorte sein kann.
(ehrlich, was man heute im Geschäft als Zwetschge bekommt, sieht zwar schön aus, schmeckt aber nur nach Wasser).
Ich habe also in diesem Jaht Zwetschgen in diversen Varianten eingekocht, unter Anderem eine Marmelade aus Zwetschgen-und Apfelstücken mit etwas Zimt.

Zwetschgen und Mandeln passen ja hervorragend zusammen, das hat mich auf die Kombination dieser Törtchen gebracht.
Schokomürbteig deshalb, weil sich der helle Mandelguß dann schöner vom dunklen Schokoteig abhebt.
Ich habe sogar am 5. November noch ein paar Himbeeren zum Dekorieren am Strauch gefunden!

Zutaten:
für 6-7 kleine Tarteförmchen (oberer Durchmesser bei mir 11 cm)

Schokomürbteig:
220 Gramm Mehl
2 gehäufte Eßlöffel Kristallzucker
2 Eidotter
40 Gramm geschmolzene Schokolade 70 % Kakaoanteil
120 Gramm kalte Butter

Mandelguß:
2 kleine Eier
100 Gramm geschälte, geriebene Mandeln
80 Gramm Demerara Zucker (brauner Kristallzucker) http://de.wikipedia.org/wiki/Demerara-Zucker
1 Eßlöffel Amaretto ( Mandellikör)

Zwetschgenmarmelade oder eine andere Marmelade mit Fruchtstücken ( die ist nicht so flüssig),
ich habe 2 Gläser zu 1/4 Liter Marmelade für 7 Förmchen gebraucht.

Tarteförmchen Buttern, ich verwende seit einiger Zeit auf Empfehlung eines Konditors immer Sprühfett, das ist wirklich sehr praktisch und funktioniert bestens.

 Zubereitung:

Erst den Mürbteig bereiten:
Mehl und Kristallzucker in eine Schüssel wiegen, in die Mitte in eine Mulde Dotter, Schokolade und kleingeschnittene Butter geben, vom Rand her alles möglichst rasch zu einem glatten Teig verarbeiten.
Ich mache das alles in meiner geliebten Kitchen Aid Küchenmaschine: (http://www.kitchenaid.de/)
Alles bis auf die Butter in die Rührschüssel wiegen, dann mit dem Rührhaken auf Stufe eins zu mischen beginnen, und während die Maschine läuft schneide ich in kleinen Stücken die kalte Butter dazu. Am Schluß kurz auf Stufe 2 gehen, bis sich ein Klumpen bildet...fertig.
Ich lasse diesen Teig NICHT ruhen, er ist sehr mürbe und wird, wenn die Schokolade kalt wird, so bröselig, dass er sich fast nicht mehr ausrollen lässt.
Also gleich in 6 Portionen teilen, eine 7. Form kann man mit dem Rest auskleiden, den man am Rand wegschneidet.
Jede Portion auf bemehlter Unterlage zu einem Kreis ausrollen, der etwas größer als der obere Radius der Förmchen ist.
Die Kreise auf die Förmchen legen und sacht hineindrücken, dann den Rand oben mit einem scharfen Messer abschneiden.
Während ich nun die Mandelmasse zubereite, kommen die Förmchen in den Kühlschrank, Backrohr vorheizen auf 180°, Ober und Unterhitze ist hier besser als Heißluft.

Für den Mandelguß die 2 Eier in eine Schüssel schlagen, die geriebenen Mandeln, den Zucker und den Amaretto dazugeben und nun mit einem Löffel durchmischen, bis man eine homogene Creme hat, die sich leicht verstreichen lässt.

Die Förmchen dürfen nun aus ihrem kalten Zwischenlager hinaus und werden mit der Marmelade gefüllt, ca. 3 Eßlöffel für jedes.
Nun teilt man die Mandelmasse auf die Förmchen auf und verstreicht sie vorsichtig bis zum Rand, die Marmelade sollte bedeckt sein, dann quillt sie beim Backen nicht über.


Am besten alle Törtchen auf ein Backblech stellen und nun so in den vorgeheizten Ofen schieben, eine Einschubleiste unter der Mitte, für 25-30 Minuten, Achtung: die Mandelmasse sollte nicht zu stark bräunen, eventuell nach 15 Minuten Hitze reduzieren.

Die kleinen Schmuckstücke sollten erst aus den Formen gelöst werden, wenn sie ganz ausgekühlt sind!!

Sonntag, 3. November 2013

Mascarpone-Apfel-Caramel-Schichtcreme

Heute habe ich noch eine himmlische Herbstnachspeise für Euch! Sie macht ein bißchen Arbeit, sieht aber auch wunderschön aus und schmeckt....na, einfach ausprobieren!


Zutaten:
4 Portionen

Mascarponecreme:
1 Becher = 250 ml Schlagobers
1 Päckchen Sahnesteif
250 Gramm Mascarpone
2 Eidotter
80 Gramm Staubzucker
1 Teelöffel Vanillezucker (echten)

Apfelsauce:
4 Große Äpfel, geschält, Kerngehäuse entfernt, in 1 cm große Würfel geschnitten
Saft einer Zitrone + 100 ml Wasser
3 Eßlöffel Demerara Zucker (brauner Kristall-Rohrzucker)
1/8 Liter Weißwein oder Apfelsaft
1 Eßlöffel Maizena

Caramel:
4 gehäufte Eßlöffel Kristallzucker
eine Scheibe Butter, ca. 2 mm dick
ca. 125 ml Schlagobers

Zubereitung der Apfelsauce:
Äpfelwürfel mit Zitronensaft, Wasser und Zucker aufkochen, langsam köcheln bis die Äpfel weich sind, aber nicht zerfallen...je nach Apfelsorte 5-10 Minuten.
Maizena im kalten Wein oder Saft glatt rühren, in die kochende Apfelmasse einrühren, kurz aufkochen. Abkühlen lassen, dabei immer wieder umrühren. Kosten ob es süß genug ist...jede Apfelsorte schmeckt ein wenig anders!

Zubereitung der Caramelsauce:
Den Kristallzucker in eine beschichtete Pfanne geben,  auf mittlerer Hitze schmelzen lassen. Nicht rühren, höchstens die Pfanne ein wenig schwenken. Wenn der Zucker geschmolzen ist, leicht bräunen lassen, dann die Pfanne sofort von der Hitze wegziehen!
Erst die Butter, dann den Schlagobers einrühren...(ja, jetzt darf man).
Das Ganze sollte eine sämige, hellbraune Creme werden, bei Bedarf noch etwas Butter zugeben.

Ich habe das Ganze gleich 2 Mal machen dürfen, weil mir der Zucker beim ersten Versuch zu dunkel und dadurch bitter geworden ist...kann passieren!


Zubereitung der Mascarponecreme:
Schlagrahm mit Sahnesteif schlagen, in einer etwas größeren Rührschüssel die 2 Eidotter mit dem Staubzucker schlagen, bis die Masse hellgelb schaumig ist, dann mit dem Mixer auf langsamer Stufe den Mascarpone unterrühren.
Nun den Schlagrahm vorsichtig mit einem Schneebesen mit der Mascarponemasse mischen.


Nun sind alle drei Komponenten fertig, man braucht also die Herrlichkeiten nur mehr übereinander schichten.
Die Menge reicht wie gesagt für 4 Gläser.
Am besten ein Eiskaffeeglas nehmen, man beginnt mit einer Schicht Mascarponecreme, darauf kommt dann die Apfelsauce, übergoßen mit etwas Caramel. Dann wieder Mascarpone, Apfelsauce und oben den restlichen Caramel verteilen.

Nun ja, kochen ist eine Kunst für den Augenblick...der bei der Vernichtung dieser Nachspeise besonders kurz ist!











Gemüseimpressionen

Vergangene Woche erlebte mein Garten noch einige schöne Herbsttage...
Also schnell Fotoapparat geschnappt und ein paar grüne Gemüse-Erinnerungsbilder gemacht...für den Winter!

 Kohlsprossenblatt


Selleriegrün

Blaukrautdickicht

 Sellerieknolle

Rosmarinzweig 

 Rosmarinblüte

 Chili

 

Freitag, 1. November 2013

Quitten-Apfel-Ingwerkomposition, süß-scharf

Quitten...eine herrliche Frucht, eine der Letzten, die im Herbst reif werden, eine die fast schon vergessen war und nun wieder immer mehr an Liebhabern gewinnt.
Meine Mutter kennt Quitten schon aus ihrer Kindheit, die Frucht wurde geschätzt, weil man unglaublich viel für die winterliche Vorratskammer daraus machen konnte: Gelee, Saft, Likör, Kompott, Quittenkäse (eine Art Konfekt), in Cognac einlegen....reife Quitten in einen Kasten legen, und man hat einen natürlichen Mottenschutz ! (sie halten etwa 3 Wochen)

Ich habe heuer eine Art süß-scharfe Marmelade gemacht, die toll zu Rindfleisch oder Wild, sowie auch zu Schweinsbraten oder Lamm passt.

Zutaten:

500 Gramm Quittenfleisch (Quitten schälen, Kerngehäuse entfernen, Fruchtfleisch in halb Zentimeter große Würfel schneiden.)
500 Gramm Äpfel (Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen, in halb Zentimeter große Würfel schneiden.)
ein dickes, ca. 5 cm langes Stück frische Ingwerwurzel (schälen, in 2 mm große Würfel schneiden)
Saft einer Zitrone
1/4 Liter Weißwein
2-3 scharfe Chilis (je nach Vorliebe), in feine Streifen geschnitten, ohne Kerne
300 Gramm Gelierzucker 2:1

Zubereitung:

Quitten, Ingwer, Zitronensaft und Weißwein aufkochen, ca. 10 Minuten kochen lassen, dann die Äpfel und die Chilis sowie den Gelierzucker zugeben.
Das Ganze nun noch ca. 5-10 Minuten kochen lassen - kosten, ob die Früchte alle schön weich sind, sie sollen aber nicht zerfallen.
Sofort in saubere Gläser füllen.
Wenn man keinen kühlen Vorratskeller hat, am Besten im Kühlschrank aufbewahren.

Am Besten innerhalb von 4 Monaten verbrauchen...das wird aber nicht schwer fallen!!!